Die Essenz des Raumes, wie er in seiner Vielfalt erfasst wird, besteht in den unendlichen Möglichkeiten seiner inneren Beziehungen. Eine erschöpfende Beschreibung von einem Punkt aus ist unmöglich. Sein Aussehen wechselt mit dem Punkt, von dem aus er gesehen wird. Um die wahre Natur des Raumes zu erfassen muss der Betrachter sich selbst in ihm bewegen. 
(Siegfried Gideon) 


Claudia Dorningers Arbeiten sind alles andere als „einfache“ fotografische Abbildungen. Aufgrund differenzierter technischer Raffinessen schafft sie in ihren Werken eine neue Art der Realität, die Zeit und Raum im Bild vereinen und eine ihr ganz eigene malerische Ästhetik widerspiegeln.
(Mag. Gabriele Baumgartner)


Die Zeit: in ihrem flüchtigen Wesen ist sie unendlich. So kann man sie als Zeuge deuten von der Gestaltung des Raumes, seinen Krümmungen, Schichten, Dimensionen, Wiederholungen, Veränderungen, Zerstörungen und Erneuerungen. Die Bewegung ist fühlbar, die Spuren sind sichtbar - und das in nur vier Sekunden. Es flimmert, es vibriert, zittert, mehrere Realitäten - verzerrt - finden sich in einem Bild vereint.

(Annick Meyer, Clervaux - cité de l'image a.s.b.l.)